Ein dolles Wild-Fondue

Freitag, 17. November 2017 - Bailliage Mittelrhein


Hilmar Doll, Pair de la Chaîne und Grand Commandeur, hatte alle Mitglieder der Bailliage Mittelrhein zu „Dolles herbstlichem Wild-Fondue“ in sein Haus nach Bad Godesberg eingeladen und konnte sich über mehr als 70 Gäste freuen.

Das ganze Haus war Bacchus, dem Gott des Herbstes gewidmet, obwohl der Hausherr mit einer einzigen Flasche Rotwein auskam - die war allerdings eine Nebukadnezar mit 15 Litern Inhalt und dem charmanten Namen „Fabelhaft“: Eine anmutige Land-Szene glänzte im Lichthof, die jedem Schaufenstergestalter Ehre gemacht hätte, und Herbstlaub auf dem Fußboden des ganzen Hauses irritierte die Damenschuhe.
Zünftig gedeckt die langen Tische mit Sets aus Sackleinen, Tannengrün und roten Kerzen nebst historischen Platztellern. Eine achtköpfige Saxofon-Band spielte nebst holländischer Sängerin zur Unterhaltung und für Küche und Service war das Team des Sterne-Restaurants „Bembergs Häuschen“ der Landlust auf Burg Flamersheim verpflichtet worden. Deren Küchenchef, Oliver Röder, wurde seinem Image als kreativer Kopf am Herd vollauf gerecht. Ehefrau Kathi leitete mit Charme die Service-Brigade in sportiven Schürzen.

Zum Begrüßungs-Champagner gab es feines Fingerfood von Süppchen bis Spießchen und als es ans Platznehmen ging, musste angebaut werden: Die Zahl der Gäste war noch größer geworden als geplant. Als Vorspeise war ein „Ökostromgedeck“ annonciert - eine Anspielung auf die soeben zu Ende gegangene UN-Klimakonferenz in Bonn und etwas zeitraubend in der Anrichtung: Eine Terrine in Form eines Schweineschnäuzchens auf Linsen und Wildkräutern hatte einen Strom-
stecker erhalten, an dessen anderem Ende eines vielfarbige LED-Leuchte flackerte - was besonders effektvoll war, als das Raumlicht abgedunkelt wurde. Sollte man dazu eine feinherbe Bernkasteler Badstube vom Moselweingut Dr. Thanisch oder lieber einen Grauburgunder Dachsberg vom Pfälzer Weingut Dr. Wehrheim trinken? Der Gastgeber lieferte in seiner launigen Begrüßungsrede keine Entscheidungshilfe, beklagte sich aber über die Gäste, die so viel Laub ins Haus getragen hätten…

Dann ging es ans Fondue: In schönen Holzkistchen wurden sieben verschiedene Fleischsorten von Büffel über Rentier bis Strauß aufgetragen, wobei ein „falscher Esel“ Rätsel aufgab, der sich dann ls Zebra entpuppte. Fünferlei Beilagen von Süßkartoffel bis Steckrübe kamen dazu auf den Tisch, und ebenso viele Soßen von Preiselbeere bis Dattel. Immer wieder musste der fabelhafte Rotwein aus der Nebukadnezar-Flasche in Liter-Karaffen umgefüllt werden, was die Kraft von zwei Personen erforderte. Er begleitete auch das Dessert: geräucherter Ziegenkäse in Lardospeck gewickelt und ein Käsebrett vom Affineur Waltmann.

Bailli Dieter Ullsperger danke dem Gastgeber ebenso herzlich wie der Brigade der Landlust. Alle wurden mit Geschenken überhäuft, denn auch die beiden hochrangigen Mitglieder des Nationalrates, Bailli Délégué Klaus Tritschler und Chargé de Presse Heiko Leuchtmann, hatten Präsente dabei.

Text und Fotos. Joachim Römer, Vice Chargé de Presse