Il viaggio di Chaine in Sicilia – Chaîne-Reise nach Sizilien

Donnerstag, 31. Mai 2018 - Bailliage Nordrhein


Um es vorweg zu nehmen: Wir waren eine fröhliche Reise-Gruppe die viel Spaß miteinander hatte, sowie in Giuseppe Saita einen sachkundigen Sizilien-Kenner. Auch das Wetter war siziliengerecht - sonnig und warm.

Schon Goethe schrieb: (Italienische Reise II 1787) Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele: hier ist erst der Schlüssel zu allem“. Und weiter: „Dass ich Sizilien gesehen habe, ist mir ein unzerstörlicher  Schatz auf mein ganzes Leben“.

Die Insel im Mittelmeer ist so reich an Geschichte, Sehenswürdigkeiten und abwechslungsreichen Landschaften wie ein ganzer Kontinent. Will heißen: die Zeit war zu kurz. Kurz und wunderschön!

Aber der Reihe nach: Giuseppe Saitta von der „Osteria Saitta am Nussbaum“ in Düsseldorf hatte in seiner Heimat Sizilien ein abwechslungsreiches und interessantes Programm zusammengestellt.

Am 1. Tag landeten wir planmäßig um 11.00 Uhr in Palermo (Landebahn verläuft  parallel zum Meer). Mit dem Bus fuhren wir nach Palermo und bekamen sogleich die ersten Eindrücke der Stadt zu sehen. Im zentral gelegenen „Grandhotel Piazza Borsa“ in der Altstadt angekommen wurden wir mit kühlen Getränken und Snacks im wunderschönen Innenhof erstmalig verwöhnt. Hier wurden wir von unserem Stadtführer Gino, einem  Palermitaner abgeholt. Gino, ausgestattet mit einem unwahrscheinlich großen Wissen der Welt- und Kirchengeschichte begleitete uns für 2 Tage.

Mit dem Bus fuhren wir, nur wenige Kilometer von Palermo entfernt, nach Monreale zur Besichtigung der Kathedrale. Ein Normannenbau aus dem 12. Jahrhundert. Sie zeigt die Symbiose aus romanischer, arabischer und byzantinischer Kunst mit etwa 4,500 m² Mosaikflächen. Wir waren alle von der Schönheit ergriffen. Der Kreuzgang mit seiner Größe von 47 x 47 Metern ist der einzige noch verbliebene Rest des zu dem Gebäude-komplex der Kathedrale gehörenden Benediktinerklosters. An jeder der 4 Seiten befinden sich 26 spitzbogige Arkaden mit unterschiedlichen Kapitellen, zu denen es viele Geschichten zu erzählen gab.

Wieder zurück in Palermo ging es zum Teatro Massimo, Italiens größtem  Opernhaus. Schon die prächtige Fassade mit sechs korinthischen Säulen und der großen Kuppel, die den Opernsaal mit über 1300 Sitzplätzen überspannt war beeindruckend.

Unser nächstes Ziel war nun das Rathaus von Palermo. Dort hatten wir eine Audienz beim Bürgemeister Leoluca Orlando der uns überraschenderweise in deutscher Sprache begrüßte. Ein promovierter Jurist und Politiker, der sowohl in Palermo als auch in Heidelberg studiert hat. Eine Begegnung in alten ehrwürdigen Gemäuern. Bailli Joachim Dr. von Gratkowski überreichte als Gastgeschenk einen Wimpel der Chaîne des Rôtisseurs.

Ein köstliches Fisch-Menü im Restaurant „Locanda del Gusto“ in einem wunderschönen romantischen Innenhof beschloss den Tag. Wir waren begeistert!

Am 2. Tag ging es per „Fußmarsch“ zum Markt Ballarò mit all seinen herrlichen und bunten Genüssen wie Fisch, Gemüse und Obst. Danach stand die Besichtigung des Palazzo Reale (Normannenpalast) mit der Cappella Palatina (Kirche) an. Der Palast steht an der höchsten Stelle des mittelalterlichen Stadtgebietes. Die dreischiffige Säulenbasilika nimmt den Besucher durch das von Goldglanz durchschimmerte Halbdunkel, Mosaiken und Marmor gefangen. Der Palast selbst ist Sitz des sizilianischen Regionalparlaments.

Bei heißen Temperaturen haben wir uns nun das schattige Plätzchen im Ristorante „Villa S.Giovanni degli Eremiti“ verdient wo wir schon erwartet wurden. Wir ließen uns verwöhnen mit köstlichen sizilianischen Speisen und vielem gut gekühlten Wein und Wasser.

Ausgeruht begaben wir uns wiederum zu Fuß auf den Weg zur Kathedrale von Palermo mit all seinen spannenden Geschichten. Für Deutschland ist die Kathedrale von besonderer Bedeutung, da sich dort die Gräber der Stauferkaiser Heinrich VI, Friedrich II und Königin Konstanze von Sizilien befinden.

Am Abend gab es eine Zusammenkunft mit der Bailliage Palermo und Bailli Dr. Roberto Vivaldi  im Restaurant „Gigi Mangia“. Ein aufschlussreicher Abend.

Am 3. Tag fuhren wir nach Cefalu, ca. 70 km südlich von Palermo. Cefalu ist eine Küstenstadt und bekannt für ihre normannische Kathedrale. Ein beliebter touristischer Ort direkt am Meer gelegen. Nach der Besichtigung der Kathedrale waren wir für eine Erfrischung mit kleinen Köstlichkeiten unter Sonnenschirmen in der Enoteca Rossorubino sehr dankbar. Im Anschluss daran flanierten wir durch die engen malerischen Gässchen und auf der Strandpromenade bis zum Restaurant „Via Roma Vecchia“, direkt am blauen Meer gelegen, bei gefühlten 33° C und nahmen ein kleines Mittagessen zu uns.

Das nächste Ziel war das Weingut „Abbazia Santa Anastasia“ in Castelbuono mit elegantem Hotel in einem ehemaligen Benediktinerkloster inmitten von Weinbergen. Es liegt ca. 4 km vom Tyrrhenischen Meer und 13 km von Cefalu entfernt auf einer Höhe von 450 m. Erfrischung, Besichtigung Weinkeller mit anschließender Verkostung von einem köstlichen Pinot Nero Spumante Q1000, mit einer ausgesprochen fruchtigen, jungen und lebendigen Note im wunderschönen Garten bei sehr entspannter Atmosphäre. In einem der herrlichen alten Gemäuer mit edler Einrichtung genossen wir am Abend ein vorzügliches Essen, welches  eine wirkliche Chaîne-Qualität in jeglicher Hinsicht hatte einschließlich Service. Bravissimo!

Ein letzter Blick auf die stimmungsvolle Illumination der Gebäude und der Abschied fiel uns schwer. Der Busfahrer brachte uns sicher wieder nach Palermo ins Hotel zurück.

Am 4. Tag ein letztes Frühstück und Fahrt zum Flughafen.

Giuseppe, grazie mille per le belle esperienze e le ottime prelibatezze

(Danke Giuseppe für die schönen Erlebnisse und all die Köstlichkeiten).

Text und Fotos:

Ursula  Biskamp, Vice-Chargée de Missions Hon.