Saisonhöhepunkt auf Sterneniveau-Dîner Amical zum Erntedank im „Schwarzen Adler“

Mittwoch, 13. September 2017 - Bailliage Bavière Orientale


Dieses herrliche Dîner Amical im Regensburger Land klingt mit einem letzten Umtrunk an der Theke des „Schwarzen Adlers“ in Pfakofen aus. Claudia und Maître Rôtisseur Anton Röhrl verabschieden so freundlich wie am Beginn eines anstrengenden Abends die Chaîne-Gäste. In Gedanken lässt man das Ereignis Revue passieren: In diesem Chaîne-Haus fließt alles zusammen, was die Bruderschaft ausmacht.

Die Historie: Der Ort liegt an der römischen „Ochsenstraße“ zwischen Straubing und Nürnberg zu Füßen längst vergangener Weinberge. Die Geschichte reicht zurück bis ins 12. Jahrhundert. Und in diesem Jahr feiern die Röhrls 100 Jahre „Familiengeschichte“: Genau am 20. November 1917 haben die Urgroßeltern des Maître die Tafernwirtschaft „Zum Schwarzen Adler“ im Tausch erworben – die Wurzeln des Gasthofs Röhrl, der längst überregional einen exzellenten Ruf hat.

Service und Gastlichkeit: Unter der Regie von Claudia Röhrl agiert ein geschmeidiger, versierter und zugewandter Service, der beim Dîner Amical mit dem „Stargast“, dem überaus freundlichen „Herrn Karl“ aus dem Regensburger Bischofshof, verstärkt worden ist. Kein Wunder, dass sich regelmäßig der Empfang im Foyer des „Schwarzen Adlers“ ausdehnt, weil dieses gastliche Haus das Publikum schon beim Entrée in einen sehr kommunikativen Modus bringt.

Die Kulinarik: Die Maßstäbe setzt Maître Rôtisseur Anton Röhrl, der den Hang zur Hochküche praktisch von Mutter Hildegard Röhrl vererbt bekommen hat. Sie wirkte als perfekt ausgebildete Köchin ehedem im Fürstenhaus Thurn & Taxis in Regensburg. Anton Röhrl selbst war preisgekrönter Lehrling und Meister, bevor er seinen Horizont bei den Sterneköchen Heinz Winkler in Aschau, beim legendären Franz Feckl, im alten Historischen Eck in Regensburg und im Restaurant Bernlochner in Landshut erweiterte.

Eine fulminante Gänseleber-Variation, wie man sie selten auf dem Teller hat, getrüffelte Alpenforelle, frische Garnelen aus oberbayerischer Aquakultur, ein Dessertfeuerwerk: Hier erlebten die Orientalen ein „Erntedankfest“ in ländlichem Ambiente, das eher ein geschmacksgewaltiger Zitatenschatz der frankophilen Hochküche war. „Ich kenne keinen Landgasthof, der in dieser Qualität unterwegs ist, das ist in Deutschland einmalig“, fasste Namensvetter Vice Chancelier Anton Röhrl seine Eindrücke zusammen.

 „Wir werden heute große Küche erleben“, hatte Bailli Karl-Günther Wilfurth vorhergesagt. So geschah es: „Große Kochkunst, große Kombinationssicherheit, großes handwerkliches Können“, schwärmte Röhrl über Röhrl und sein Team. Dass die Orientalen „auf Sterneniveau“ getafelt hatten, war nicht einfach so daher gesagt. Der Chancelier belegte sein Top-Urteil mit dem Hauptgang, den gefüllten Täubchenkeulchen. Die könne man bei der Drei-Sterne-Ikone Georges Blanc im französischen Vonnas auch nicht viel besser bekommen. „Ein Erlebnis der besonderen Art.“ Das Publikum war sich einig: Der Erntedank im „Schwarzen Adler“ war ein Höhepunkt des Chaîne-Jahres in der Bailliage Bavière Orientale.

Das Event-Highlight hatte Vice Chargé de Missions Stephanie Kühne als Cheforganisatorin möglich gemacht. Den bajuwarischen „Soundtrack“ lieferte eine Abordnung der Bayernkapelle Toni Schmid aus Aufhausen.

Text und Fotos: Dr. Wolf-Dietrich Nahr


Kontakt:
Gasthof Röhrl zum Schwarzen Adler, Ortsstraße 26, 93101 Pfakofen, 
www.gasthof-roehrl.de[email protected], Tel. 09451-2958, Fax 09451-942266.