Alles in Butter - mit Martin Luther

Samstag, 3. Juni 2017 - Bailliage Berlin-Brandenburg


Ein Dîner Maison mit einer Spurensuche des Reformators in Brandenburg

Dîner Maison, 03. Juni 2017: In nur 15 Sekunden ging es per Expresslift in die 14. Etage, die - wie in manchen vielgeschossigen Hotels - eigentlich die dreizehnte ist, und dann hatten 65 Gäste einen phänomenalen Blick über die östliche wie westliche Berliner City.

Den Ausblick sowie das köstliche Fingerfood genossen bei bestem Champagner (Bérêche & Fils Brut Premier) die z. T. weit angereisten Gäste - sogar aus den U.S.A. - für rund eine Stunde, bis Bailli Franz Hauk mit sanftem Druck in den Salon „Hugos South“ bat, wo er sowie Gastgeber und Küchenchef Eberhard Lange die Chaîne-Freunde herzlich begrüßten.

Unser „Jung-Confrère“, der erst seit einem Jahr Mitglied unserer Bailliage ist, zeigte mit dem dann folgenden Menü, dass der Michelin-Stern, der das „Hugos Restaurant“ seit Jahren adelt, mehr als berechtigt ist. Hier die Abfolge der Köstlichkeiten:

  • Gänsestopfleber – Terrine, eingelegte Süßweintrauben, Brioche
  • Jakobsmuschel & Hummer – Bruchsaler Spargel, Vanille-Krustentiersauce
  • Pattaya-Mango - Sorbet
  • Hirschkalbrücken aus der Schorfheide – Pfifferlinge, Kartoffel-Lauchpüree, Aprikosenchutney
  • Valrhona-Schokolade – Knuspertörtchen, Balsamico-Kirsche, Sauerrahmeis

Dazu begleiteten vortrefflich eine Traminer-Auslese „Ihringer Winklerberg“ vom Weingut Stigler (Baden), ein Weißer Burgunder vom Weingut Katharina Wechsler (Rheinhessen) sowie der Syrah „Gestad“ vom Weingut Ziereisen (Baden).

Doch was wäre im „Lutherjahr“ 2017 ein Dîner unserer Bailliage ohne Bezug zur Historie? Schließlich liegt die Wiege der Reformation in unserer Nachbar-Bailliage Sachsen-Anhalt. Ulf Lehmann, Elektromeister und „Hobby-Historiker“ aus Herzberg, im Südwesten Brandenburgs und nahe dem Dreiländereck zu Sachsen und Sachsen-Anhalt gelegen, referierte in zwei Menüpausen kurzweilig mit einer interessanten PowerPoint-Präsentation über die Verbindungen Martin Luthers zu Brandenburg und konnte somit auch dazu beitragen, ob der Reformator jemals den Boden des (heutigen) Landes Brandenburg betreten hat. Hatte er übrigens – z. B. 1519 in Liebenwerda. Ein Dank geht daher an unseren Confrère Frank Schreiber aus Finsterwalde für die großartige Vermittlung dieses Referenten.

Nach dem Kaffee konnte Bailli Franz Hauk mit Berechtigung dieses Menü in seiner Laudatio ausgiebig loben, und ein Dank ging an die schwarze wie weiße Brigade unter Restaurantleiter Jan Schulze Köhling bzw. Chef de Cuisine Eberhard Lange, der natürlich auch den Silberteller für diese Dîner Maison gern und stolz entgegennahm. Merci beaucoup, cher confrère!

Mit zwei Übergaben von Promotionsurkunden zum Officier an die Confrères Ekkehard Standke und Bernd Wolfgang Steuten ging dieser äußerst gelungene Abend - eine knappe halbe Stunde vor Mitternacht - zu Ende.

Text / Fotos:  Joachim Kretschmar, Vice-Chargé de Presse

Hotel InterContinental Berlin
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