Déjeuner Amical im Brenners Park-Hotel

Ein Déjeuner Amical bei Confrère Frank Marrenbach im Brenners Park-Hotel ist immer etwas Besonderes. Die jüngsten Auszeichnungen sind der zweite Stern im „Guide Michelin“ sowie 17 Punkte im „Gault Millau“. Küchenchef Andreas Krolik und seine Equipe bewiesen auch bei diesem Lunch, dass sie diese Auszeichnungen zu Recht bekamen und erhielten großes Lob für das exzellente Menü von den Chaîne Mitgliedern unter Leitung von Bailli Professor J.F. Rentsch.

Gekonnt und zügig wurde die Menüfolge vom Serviceteam unter der umsichtigen Leitung von Restaurantleiter Josef Breitenfellner und Chef-Sommelier Karl-Heinz Schopf serviert.

Die Terrine von Fasan und geschmorter Rehkeule mit Waldpilzen, Maronen und Pfeffer in Gelee von der Scheurebe, Selleriecreme, Cranberries und Feldsalatcoulis war, hier übertrafen sich die Chaîne Mitglieder mit Superlativen: delikat, ausgezeichnet, fantastisch. Der 2009 Ihringer Winklerberg, Scheurebe Kabinett mild von Weingut Dr. Heger passte perfekt. Für sich ist dieser Wein schon sehr interessant. Weil er die Scheurebe, die zu den aromastarken Sorten der Reben zählt, eindeutig erkennbar macht. Nicht zu süß, aber eine schöne Restsüße zeigt, die die Frucht nicht abgedeckt hat, sondern eine schöne Balance zwischen Frucht und Aroma hat. Fazit: Excellent das Duo Pastete und Wein.

Ein warmes Filet vom Island Seesaibling mit mildem Raucharoma Schwarzwurzel-Schnittlauchsud und Schwarzwurzel-Mousseline wurde mit einem 2009 Weißen Burgunder, Alte Reben, im Holzfass gereift, Gutsabfüllung Gut Nägelsförst serviert. „Wunderbar wie der Saibling auf der Zunge zergeht“ war zu hören. „Feine Aromen, aber zurückhaltend.“ Deshalb war der Wein so wichtig, der zu diesen besonderen Bedingungen korrespondieren sollte und die Aromen auch unterstreichen sollte. Lustiger Kommentar am Tisch „Der Fisch muss sich ja wohl fühlen, der wäre sicher gern in diesem Wein geschwommen…“

Filet und Bäckchen vom Hedwigshofer Ochsen in Pfeffersauce mit getrüffeltem Lauch und Perlgraupenrisotto. Dazu wurde ein 2006 Capaia von A.& J. Baron von Essen, Olifantskop Philadelphia, Südafrika aus der Doppelmagnumflasche serviert. Wieder große Begeisterung: Wein und Bäckchen, der absolute Genuss.

Sandwich von Topfenmousse und Mandarine, dazu ein 2001 Riesling Eisweinsekt aus der Pfalz von der Sektkellerei Strohmeyer. Das Dessert zerging auf der Zunge, sehr fein. Ein zarter Traum und Hochgenuss, perfekt mit dem 24 Monate auf Hefe gegorenen Eisweinsekt. Eiswein und Kombination mit Sekt: „Zwei Gänge müssen stattgefunden  haben, aber wie?“ fragten sich die Weinexperten am Tisch. Sonst gäbe es keine Perlage meinte ein Winzer. Einig waren sich alle: eine gelungene Kombination von typischem Eiswein mit trockenen Früchten. Genuss pur. Trotzdem staunten besonders die Winzer unter den Gästen: Wie bekommt man den Eiswein dazu, noch mal zu gären. Wie haben die den versetzt? Zweite Gärung ? Egal, es war köstlich.

Man kann es aber auch so ausdrücken: „Es war“, sagte Professor Rentsch, „ein wunderschönes Déjeuner.“

Dagmar Barber, Vice Chargée de Presse – Süd

 

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